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Lexikon

Umzug-Lexikon: Begriffe von A bis Z einfach erklärt

Von der Wohnungsgeberbestätigung bis zum Nachsendeauftrag: Hier stehen die Begriffe, die bei Umzug, Ummelden und Verträgen immer wieder auftauchen.

Aufgeschlagenes Nachschlagewerk mit Stift auf einem Schreibtisch
Foto: Arturo A / Pexels

Rund um den Umzug begegnen Ihnen Wörter, die im Alltag selten vorkommen: Meldebehörde, Wohnungsgeberbestätigung, Halteverbotszone, Sonderkündigungsrecht. Das Lexikon erklärt jeden Begriff zuerst in ein bis zwei Sätzen und danach ausführlicher. Verwandte Begriffe sind verlinkt, und wo es einen passenden Ratgeber gibt, verweisen wir darauf.

A

  • AnmeldungPflichtmeldung bei der Meldebehörde nach einem Umzug in eine neue Wohnung, die innerhalb von zwei Wochen erfolgen muss.
  • AbmeldungMeldung des Wegzugs bei der bisherigen Meldebehörde, mit der der alte Wohnsitz beendet wird.
  • AdressänderungMitteilung der neuen Anschrift an alle Stellen wie Bank, Arbeitgeber, Versicherungen und Behörden, damit Post und Zahlungen ankommen.

B

  • BetriebskostenDer Fachbegriff für die Kosten, die dem Eigentümer durch den laufenden Betrieb des Gebäudes entstehen und auf die Mieter umgelegt werden können.
  • Befristeter MietvertragMietvertrag mit festem Enddatum, der ohne Kündigung endet und eine frühzeitige Planung des nächsten Wohnorts verlangt.
  • BesichtigungTermin vor Ort, bei dem man eine Wohnung prüft, Fragen zu Kosten und Zustand klärt und die Umgebung kennenlernt.
  • BundeslandGliedstaat der Bundesrepublik mit eigener Verwaltung, der Regeln für Schulen, Bauen, Mietrecht im Detail und vieles mehr festlegt.
  • BürgeramtKommunale Anlaufstelle für Bürgerangelegenheiten, zu denen Anmeldung, Ausweisausstellung und Meldebescheinigung gehören.
  • BundesmeldegesetzBundesgesetz, das die Pflichten zur An-, Ab- und Ummeldung sowie die Führung des Melderegisters einheitlich für Deutschland regelt.

E

  • EinwohnerzahlAnzahl der in einer Gemeinde gemeldeten Personen, die als Vergleichsgröße für Größe, Infrastruktur und Wohnungsmarkt einer Stadt dient.
  • EingewöhnungPhase nach dem Umzug, in der man sich in der neuen Stadt, im Alltag und im sozialen Umfeld zurechtfindet.

F

  • FahrzeugummeldungÄnderung der Halteranschrift im Fahrzeugschein bei der Zulassungsbehörde nach einem Umzug.
  • FührerscheinumschreibungÄnderung der Anschrift im Führerschein bei der zuständigen Behörde nach einem Wohnortwechsel, die je nach Fall nötig ist.

G

  • GemeindeverzeichnisAmtliche Liste aller Gemeinden mit Einwohnerzahl und Fläche, die die Grundlage vieler Stadtvergleiche bildet.

H

  • HalteverbotszoneFür den Umzug eingerichteter Bereich auf der Straße, in dem Fahrzeuge nicht parken dürfen, damit der Umzugswagen halten kann.
  • HauptwohnsitzDie Wohnung, in der man vorwiegend lebt und die für Steuern, Wahlen und Verwaltung maßgeblich ist.
  • HausratversicherungVersicherung für bewegliche Einrichtung der Wohnung, die bei Brand, Einbruch oder Leitungswasser greift und nach einem Umzug angepasst werden sollte.
  • Haushaltsnahe DienstleistungTätigkeit im Haushalt, deren Arbeitskosten die Steuer mindern können, etwa Reinigung oder Umzugsdienste einer Spedition.
  • HandwerkerleistungArbeiten an oder in der Wohnung durch einen Handwerksbetrieb, etwa Küchenaufbau, deren Arbeitskosten steuerlich begünstigt sein können.

I

  • InternetanschlussFestnetzverbindung in der Wohnung, die bei einem Umzug oft nicht überall verfügbar ist und deshalb früh geprüft werden sollte.

J

  • JobwechselWechsel des Arbeitsplatzes, der oft Auslöser für einen Umzug in eine andere Stadt ist und Fragen zu Steuer, Meldung und Pendeln aufwirft.

K

  • KündigungsfristZeitraum, der zwischen der Kündigung eines Vertrags und dem Ende des Vertrags liegen muss, und für den Umzug entscheidend.
  • KautionSicherheitsleistung des Mieters an den Vermieter, die nach Auszug und Prüfung der Wohnung zurückgezahlt wird.
  • KaltmieteMiete für die reine Wohnfläche ohne Nebenkosten, Heizung und Warmwasser, auf die sich Mietvergleiche meist beziehen.
  • KrankenkasseGesetzliche oder private Versicherung, bei der die neue Anschrift mitzuteilen ist, damit Post, Beiträge und Leistungen korrekt laufen.

L

  • LebensmittelpunktDer Ort, an dem sich das soziale und wirtschaftliche Leben einer Person überwiegend abspielt, und Maßstab für den Hauptwohnsitz.
  • LandkreisVerwaltungseinheit zwischen Land und Gemeinde, die für viele Behörden und Statistiken als Bezugsgröße dient.
  • LebenshaltungskostenGesamte laufende Ausgaben für Wohnen, Essen, Mobilität und Freizeit, die den finanziellen Vergleich zweier Städte am stärksten prägen.

M

  • MeldebehördeKommunale Behörde, bei der Wohnsitze an- und abgemeldet werden und die die Meldebescheinigung ausstellt.
  • MeldepflichtGesetzliche Pflicht, den Wohnungswechsel fristgerecht bei der Meldebehörde mitzuteilen.
  • MietvertragVertrag zwischen Vermieter und Mieter, der Miete, Laufzeit, Kaution und Pflichten regelt und die Grundlage für den Einzug bildet.
  • MietspiegelÜbersicht der ortsüblichen Vergleichsmiete einer Stadt, mit der sich Mieten für ähnliche Wohnungen einordnen lassen.
  • MietpreisbremseRegel, die in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt die Miete bei Neuvermietung begrenzt, sofern die Ausnahmen nicht greifen.
  • MängelanzeigeSchriftliche Mitteilung an den Vermieter über einen Mangel in der Wohnung, die den Nachweis für spätere Ansprüche schafft.
  • MeldebescheinigungAmtliche Bescheinigung der Meldebehörde über den gemeldeten Wohnsitz, die für viele Behörden und Verträge als Nachweis dient.

N

  • NachsendeauftragBeauftragung der Post, Briefe und Pakete für eine begrenzte Zeit an die neue Adresse weiterzuleiten.
  • NebenwohnsitzEine weitere Wohnung neben dem Hauptwohnsitz, die ebenfalls gemeldet werden kann, etwa bei einem Arbeitsplatz in einer anderen Stadt.
  • NebenkostenLaufende Kosten einer Wohnung neben der Kaltmiete, etwa für Wasser, Müllabfuhr, Heizung und Hausreinigung, die der Mieter anteilig trägt.
  • NebenkostenabrechnungJährliche Abrechnung des Vermieters, die den tatsächlichen Verbrauch und die Kosten den Mietern zuordnet und Nachzahlungen oder Guthaben ausweist.
  • NachbarschaftDas nähere Umfeld einer Wohnung mit Nachbarn, Straßen und Infrastruktur, das den Alltag nach dem Umzug stark prägt.

O

  • OrdnungswidrigkeitRechtswidriges Verhalten, das kein Straftatbestand ist, aber mit einem Bußgeld geahndet werden kann, etwa eine verspätete Anmeldung.

P

  • Personalausweis-AdresseDie im Personalausweis eingetragene Anschrift, die bei einem Umzug nicht automatisch geändert wird und auf Wunsch aktualisiert werden kann.
  • PendelnRegelmäßiger Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, der bei der Entscheidung für einen Umzug oder das Bleiben eine zentrale Rolle spielt.

R

  • RenovierungspflichtPflicht des Mieters, die Wohnung bei Auszug in einem bestimmten Zustand zu übergeben, sofern der Mietvertrag dies wirksam vorsieht.
  • RegionalstatistikAmtliche Statistik auf Kreisebene, die Daten zu Wohnungen, Gebäuden und Bevölkerung für regionale Vergleiche bereitstellt.
  • RundfunkbeitragPflichtbeitrag für öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen Zuständigkeit an die Wohnung gebunden ist und nach einem Umzug neu gemeldet werden muss.

S

  • SonderkündigungsrechtRecht, einen Vertrag außerhalb der regulären Laufzeit zu kündigen, wenn ein besonderer Anlass wie ein Umzug vorliegt.
  • SchönheitsreparaturenLaufende Renovierungsarbeiten wie Streichen und Tapezieren, die im Mietvertrag dem Mieter übertragen sein können.
  • SchlüsselübergabeÜbergabe aller Wohnungs- und Hausschlüssel an den Vermieter oder Nachmieter, meist zusammen mit dem Übergabeprotokoll.
  • SteuerermäßigungVerringerung der zu zahlenden Einkommensteuer um einen Anteil bestimmter Haushaltsausgaben, unter festen Voraussetzungen und mit Obergrenzen.
  • SchulwechselAnmeldung eines Kindes an einer neuen Schule nach dem Umzug, die sich nach Bundesland, Schulbezirk und Platzangebot richtet.
  • SperrmüllGroße Gegenstände aus Haushalten, die nicht über die normale Mülltonne entsorgt werden können und beim Umzug oft anfallen.
  • StadtvergleichGegenüberstellung mehrerer Städte nach Kriterien wie Miete, Einwohnerzahl, Wohnungsbestand und Lage, als Grundlage für die Umzugsentscheidung.

T

  • TransportversicherungZusatzversicherung für Umzugsgut während des Transports, die Schäden abdeckt, die die Spedition oder die normale Haftung nicht ersetzt.

U

  • UmmeldungÄnderung der gemeldeten Anschrift bei einem Umzug innerhalb derselben oder in eine andere Stadt, die gleichzeitig zur Anmeldung in der neuen Gemeinde gehört.
  • ÜbergabeprotokollSchriftliches Protokoll über den Zustand der Wohnung bei Übergabe, das Mängel, Zählerstände und Schlüssel festhält.
  • UmzugsspeditionGewerbliches Umzugsunternehmen, das Möbel und Hausrat transportiert, beim Ein- und Ausladen hilft und Leistungen gegen Rechnung erbringt.
  • UmzugsangebotSchriftlicher Kostenvoranschlag einer Spedition, der Leistungen, Termine und Preisbestandteile für den geplanten Umzug auflistet.
  • Unbare ZahlungZahlung per Überweisung, Lastschrift oder Karte statt in bar, die als Nachweis für steuerliche Abzüge bei Dienstleistungen verlangt wird.
  • UmzugschecklisteÜbersicht aller Aufgaben vor, während und nach dem Umzug, von Kündigung und Ummeldung bis zu Verträgen und Renovierung.

V

  • VersorgerwechselWechsel des Anbieters für Strom, Gas, Wasser oder Internet, der beim Umzug oft mit einer Zählerablesung verbunden ist.

W

  • WohnungsgeberbestätigungSchriftliche Bestätigung des Vermieters, dass Sie eine Wohnung bezogen haben, und Pflichtbestandteil der Anmeldung bei der Meldebehörde.
  • WohnungsübergabeDer Moment, in dem Mieter die Wohnung an den Vermieter zurückgeben, Schlüssel übergeben und den Zustand dokumentieren.
  • WarmmieteGesamtmiete aus Kaltmiete und allen Nebenkosten einschließlich Heizung und Warmwasser, die den tatsächlichen Monatsbetrag zeigt.
  • WohnungsbestandGesamtzahl der Wohnungen in einer Region, die Aussagen über Angebot, Leerstand und Druck auf den Mietmarkt erlaubt.
  • WerbungskostenAufwendungen für den Beruf, die die Steuer senken können und unter Umständen auch beruflich veranlasste Umzugskosten umfassen.
  • WegzugDer Umzug aus einer Gemeinde weg, der die Abmeldung in der bisherigen Stadt auslöst und die alte Meldung beendet.

Z

  • ZählerstandDer abgelesene Verbrauchswert von Strom-, Gas- oder Wasserzähler, der beim Auszug und beim Einzug festgehalten wird.
  • ZwischenmieteVorübergehende Vermietung einer Wohnung an einen Dritten, meist als Übergangslösung vor dem endgültigen Umzug oder Einzug.
  • ZuzugDer Umzug in eine Gemeinde von außerhalb, der die Anmeldung in der neuen Stadt auslöst und in Statistiken als Wanderungsbewegung erfasst wird.